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Konstanzer haben Papst heimlich abtransportiert
13. Juli 2010 wak
Tourist-Information ließ Papstfigur aus Bahnhofsgebäude entfernen
Konstanz (wak) Die Konstanzer sind ihren Papst los. Die haben die satirische Papstfigur in der Nacht auf den heutigen Dienstag in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abtransportiert. Norbert Henneberger, Chef der Tourist-Information, hat Peter Lenk aufs Kreuz und die zerbrechliche Papstskulptur auf den Rücken gelegt. Ursprünglich sollte der Papst am 8. August mit einem Papamobil abgeholt und an einen neuen Ausstellungsort ins Kunsthaus Weiz in die Steiermark gebracht werden. Jetzt wird das Gauklermobil die Skulptur voraussichtlich in Bodman-Ludwigshafen abholen. Voraussichtlich am Mittwoch wird Peter Lenk die derzeit noch in Konstanz verwahrte Figur begutachten und auf Schäden untersuchen.
Warnungen Lenks blieben ungehört
Mehrfach hatte Lenk darauf hingewiesen, dass er bei einem unsachgemäßen Abbau eine Beschädigung der empfindlichen 700 Kilo schweren Gauklerfigur fürchtet. Am 3. Juli mailte Lenk deswegen noch einmal an Henneberger: „Vorsorglich weise ich Sie darauf hin, dass bei Schäden, die durch einen widerrechtlichen Abbau der Gauklerfigur entstehen, keine Versicherung haftet, sondern die Tourist Info als Auftraggeber. Im Zweifel haftet die Fachfirma mit, die sich vorher nicht mit mir verständigt hat. Urheberrecht und Eigentumsrecht gelten gerade bei Leihgaben.“
Bildhauers Abbaupläne
In einer weiteren Mail erklärte sich Peter Lenk vor wenigen Tagen einverstanden, die Papstfigur zeitnah abzubauen. Am 9. Juli schrieb er an Henneberger: „Ich kenne nun die Namen der Aufsichtsräte (die den Abbau der Figur verlangt haben, A.d.R.) und auch deren Gründe, entsprechend abzustimmen. Aus diesem Grund bin ich bereit, wie stets versichert, beim Abbau mit dem Team Moderne Werbung mitzuhelfen. Meine Arbeitszeit werde ich der TIK berechnen. Die Anschaffung einer zweiten Laufkatze, um das Abbaurisiko auch für mich zu verringern, übernehme ich. Für Schäden am Fußboden oder der Einrichtung übernehme ich keine Haftung. Mit einem kleinen Kran-Lastwagen der Firma Neitsch/ Stockach könnte die Figur über das Treppengeländer gehoben und aufgeladen werden.“
Konstanzer schaffen vollendete Tatsachen
Lenk wollte in diesen Tagen einen Termin vereinbaren. „Für Terminabsprachen erwarte ich nun umgehend von Ihnen zu hören, andernfalls. können wir den Gaukler zur Freude des Landestouristik-Verbands Stuttgart, der Vereinigung christlicher Kirchen sowie dem Konstanzer Münster-Taliban auch noch ein paar Jährchen stehen lassen“ schrieb Lenk. Statt eines Terminvorschlags bekam der Bildhauer nun aber heute die Nachricht, seine Papstfigur sei bereits abgebaut. Am Dienstagnachmittag sagte Peter Lenk See-Online, er hoffe, dass die Figur nicht beschädigt ist. Er brauche sie für die Ausstellung in Österreich. Dass die schwere Figur – so wie ein Käfer – auf dem Rücken liege, beunruhige ihn. Weiter erklärte Lenk, dass auch er den Abbau nicht etwa habe öffentlichkeitswirksam inszenieren wollen. Auch Lenk wollte eigenen Angaben zu Folge kein Aufsehen erregen. „Ich wollte doch nicht beim Abbau fotografiert werden“, sagte Peter Lenk.
Der Beitrag wurde am Dienstag, den 13. Juli 2010 um 16:47 Uhr veröffentlicht und wurde unter Konstanz, Orte abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
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Der Schöpfer des klerikalen Gnoms sollte sich bei dieser
Gelegenheit gleich mal selbst begutachten und auf Schäden
untersuchen lassen. Nur zur Prophylaxe !
— sparring –