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Hat Singener Krankenpfleger Patientin aus Mitleid getötet?

26. August 2010 wak

Pfleger der Hegau-Bodensee-Klinikums nach Tod einer 72-Jährigen unter Tatverdacht

Singen/Konstanz (red) Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Konstanz ermitteln gegen einen 27-jährigen Pfleger wegen des Verdachts des Totschlags. Der Mann soll nach den der Polizei bislang vorliegenden Erkenntnissen der Infusionslösung einer schwerstkranken Patientin einen Wirkstoff beigemengt haben, der bei entsprechender Dosierung zum Tode führen kann. Die 72-jährige Frau verstarb am Samstagabend. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann aus Mitleid handelte, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatanwaltschaft.

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Klinik zeigte den Fall selbst an

Das Amtsgericht Singen erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz mittlerweile Haftbefehl gegen den 27-Jährigen. Eine Obduktion des Leichnams der Frau sei angeordnet worden. Die Leitung des Klinikums informierte die Ermittlungsbehörden unmittelbarnach Bekanntwerden der ersten Verdachtsmomente, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach dem jetzigen Ermittlungsstand sei von einem Einzelfall auszugehen.

Foto: Secreenshot HBK-Singen

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 26. August 2010 um 15:59 Uhr veröffentlicht und wurde unter Konstanz, Orte, Singen abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.

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Eine Reaktion zu “Hat Singener Krankenpfleger Patientin aus Mitleid getötet?”

  1. dk sagt:

    Der Verdacht “ob man nachgeholfen habe” entsteht auch schnell im privaten Raum:

    vor Jahrzehnten hat eine Rentnerin (Vermieterin) den Schlüsseldienst wegen eines Mieters geholt. Dieser war schon Wochen lang krank: Krebs u.a. mit hohen Medikamentverbrauch. Da sich bei den Rolladen und Licht seit vielen Tagen nichts geändert hatte, wurde gerufen und laut geklopft bis man den Schlüsseldienst herbeirief. Umgehend wurde die Polizei informiert, scheinbar gleich mit ärztlichen Dienst. Räumlichkeiten und Luft waren dermassen, dass teilweise erst Zigaretten geraucht wurden (mit Brechreiz-Bekundungen). Nach stundenweisen Untersuchungen und Befragungen galt die Unschuldsvermutung; der Schlüsseldienst war besonders hilfreich.
    Neben der Generalüberholung der Wohnung lernte man vor allem die geographisch entfernte Verwandschaft und wunderte sich noch mehr, wer alles in Verdacht kommen kann und wer eben nicht: Familie erscheint eher als frühkindliches Genuss-Erlebnis.

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