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Friedrichshafener Tognum und Norinco eröffnen in China ein Motoren- und Aggregatewerk

9. September 2010 wak

Konzern will Asien-Umsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen

Friedrichshafen/Datong (China). Der Antriebssystem-und Energieanlagenspezialist Tognum und die China North Industries Group Corporation (Norinco) haben in der chinesischen Stadt Datong mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie ein Gemeinschaftsunternehmen zur Montage von schnelllaufenden MTU-Großdieselmotoren und Notstromaggregaten eröffnet.

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Strategie der regionalen Expansion

Datong liegt rund 300 Kilometer westlich von Peking in der Provinz Shanxi. Joint-Venture-Partner sind das Tognum-Tochterunternehmen MTU Asia Pte. Ltd. und das Norinco-Unternehmen Shanxi Diesel Engine Industry Corporation (SDEIC). SDEIC stellt bereits seit 1986 in Lizenz MTU-Motoren her. „Mit diesem Gemeinschaftsunternehmen setzt Tognum konsequent seine Strategie der regionalen Expansion fort und schafft beste Voraussetzungen für eine starke Stellung im Markt für Notstromaggregate in chinesischen Kernkraftwerken sowie bei Schiffsmotoren für die chinesische Marine und Küstenwache“, sagte Tognum-Vorstandsvorsitzender Volker Heuer anlässlich der Eröffnung.

China baut über hundert Atomkraftwerke

Zusammen mit dem französischen Kernenergiekonzern Areva bilden MTU und Norinco ein Konsortium zur Ausstattung chinesischer Kernkraftwerke mit Notstromaggregaten der höchsten Sicherheitsstufe. Dies ist in den kommenden Jahren ein großer Wachstumsmarkt, da die chinesische Regierung angekündigt hat, den großen Energiebedarf des Landes durch den Bau von über hundert Kernkraftwerken decken zu wollen. Auch dem Wachstum von MTU im chinesischen Bergbaugeschäft werden die hochmodernen Prüfstände und Einrichtungen zur Motorenüberholung in Datong zu Gute kommen. MTU hatte kürzlich mehrere 4000er-Motoren an Minenbetreiber in Nordchina geliefert.

Asien-Headquarters seit 2007 in Shanghai

Die Zusammenarbeit mit Norinco ist Teil der Asien-Strategie von Tognum. Damit möchte der Konzern seinen Asien-Umsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen. Zum Ausbau des Asien-Geschäfts gehörten auch der Aufbau einer Motorenproduktion in Suzhou im Jahr 2006 und die Verlegung des Asien-Headquarters nach Shanghai im Jahr 2007.

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Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 9. September 2010 um 10:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Friedrichshafen, Wirtschaft abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.

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