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Guten Morgen Bodensee!
22. Februar 2012 wak
Von Waltraud Kässer
Sprechen wir über die Popularität der Fastnacht und über die Popularität der Piratenpartei bei Unternehmern.
Wenn wir den Kollegen vom Blog dornröschen.nu richtig verstehen, hat es beim großen Narrentreffen in Konstanz möglicherweise ein fettes Defizit gegeben. Ob es tatsächlich eine Ausfallbürgschaft der Stadt Konstanz gibt, müssen wir heute erst einmal recherchieren. Dem Vernehmen standen beim großen Umzug während des Narrentreffens zu viele Schwarzseher am Umzugsweg.
Apropos Hinschauen. Die Lokalzeitung Südkurier schrieb in einem Beitrag über die Teilnahme von Neonazis am Umzug am Fastnachtssonntag: „Wie es zu der Teilnahme der Neonazis an dem Fasnachtsumzug kommen konnte, ist derweil noch offen. Aber in der Regel werden freie Gruppen am Umzugstag ohne Anmeldung zugelassen.“
Wir fragen uns, wie wir dass denn verstehen sollen? Heißt das, dass auch im kommenden Jahr wieder eine freie Mäschgerle-Gruppe mit Neonazis mitgehen kann, ohne aufzufallen?
An der Fastnacht scheint die Stadt insgesamt zu einem rechtsfreien Raum zu mutieren. Die einen beschallen Anwohner tage- und nächtelang nahezu ununterbrochen mit Musik aus der Konserve und weit nach Mitternacht mit Trommelwirbeln, andere zerschlagen Flaschen und stören sich nicht an einem Scherbenteppich und Müll in den Straßen, den die Stadtreinigung ja jeden Morgen wieder beseitigt hat, und wieder anderen fällt nicht auf, wenn Rechtsradikale beim Umzug mit marschieren.
Auch an fremdenfeindlichen Parolen, die zum Beispiel am Schmotzigen Dunschtig skandiert worden sind, hat sich anscheinend niemand gestört.
Was haben solche Auswüchse mit Brauchtum zu tun?
Sprechen wir jetzt noch kurz über die Piratenpartei. Die Piraten teilten mit, sie seien in Baden-Württemberg bei kleinen und mittelständischen Unternehmern genauso beliebt wie die Regierungspartei SPD.
Laut einer repräsentativen Umfrage des COBUS Wirtschaftsbarometers Baden-Württemberg Februar 2012 kämen beide Parteien bei einer Landtagswahl am kommenden Wochenende auf 6,3 Prozen der Unternehmer-Stimmen. Das teilte die Piratenpartei mit. Einen Link schickten die Piraten leider nicht mit.
Die Piraten meinen, Unternehmern werde offenbar bewusst, dass Faktoren wie der verstärkte Breitbandausbau, die Stärkung der Medienkompetenz und der freie Zugang zu Bildung essentiell für eine in die Zukunft gerichtete Wirtschaftspolitik sind. Die Piraten gehen davon aus, dass sie auf diesen Politikfeldern besonders kompetent, wenn nicht die kompetentesten, sind.
Weiter heißt es: Mit Vorschlägen wie der Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in Kammern oder der Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe besetzen die Piraten darüber hinaus auch Themen der „klassischen Wirtschaftspolitik“.
Kommen Sie gut durch den Mittwoch!
Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 07:02 Uhr veröffentlicht und wurde unter Kolumne abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
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Hallo @wak!
Es gibt keinen rechtsfreien Raum, weder im Internet noch in der Altstadt von Konstanz. Es gelten dort weiterhin alle möglichen und unmöglichen Gesetze, Verordnungen und Richtlinien.
Es stellt sich halt die Frage, ob diese angewendet werden oder nicht. Und anscheinend werden sie es nicht, was nicht heißt, dass es sich dort um den rechtsfreien Raum handelt.
Die Genehmigung auf die Originalquelle zu verweisen, kam gestern im Lauf des Vormittags, hier also der Link:
http://dl.dropbox.com/u/14741730/Bericht_Wirtschaftsbarometer_Februar_2012.pdf
siehe auch Update zur Pressemitteilung im Kommentar hier:
http://www.piratenpartei-bw.de/2012/02/21/piraten-bei-unternehmern-gleichauf-mit-der-spd/